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Norwegen 2018


Natur pur & Mitternachtssonne

Gleich vorweg – ich bin ab nun eine Norwegenliebhaberin. In diesen zwei Wochen habe ich mich in dieses Land verliebt – vielleicht auch, weil mich alle für eine Norwegerin hielten: groß und blond :-). Nicht nur einmal ist es mir passiert, dass ich auf norwegisch angesprochen wurde…

Zwei Wochen Norwegen sind einfach viel zu kurz, dass wurde uns schon bei der Reiseplanung bewusst. Das Land ist riesige – alleine in den 10 Tagen fuhren wir mit dem Auto über 3.000 km. Und doch sahen wir “nur” Norwegen oberhalb des Pokarkreises. Temperaturmässig haben wir alles zwischen 8 Grad (Lofoten) und 30 Grad (Oslo) erlebt! Gut dass ich meinen dicken Winteranorak dann doch nicht mitgenommen haben 😉

Die ersten zwei Tage verbrachten wir in Tromsö – dem “Tor zum Eismeer”. Wir waren von diesem kleinen Universitätsstädtchen begeistert und hatten auch Wetterglück – gleich in der ersten Nacht sahen wir die Sonne “untergehen” und eine Stunde später wieder “aufgehen” (eigentlich geht sie ja nicht unter, aber sie verschwand für eine Stunde hinter dem Berg 😉 ). Die Helligkeit in der Nacht war allerdings gewöhnungsbedürftig und hat in der ersten Woche meinen Schlaf doch etwas beeinträchtigt.

Weiter ging es dann über die Insel Senja Richtung Lofoten. Da hatten wir leider nicht allzugutes Wetter, trotzdem waren wir begeistert. Vor allem die Strände (die Norweger gingen sogar schwimmen – brrrrr) haben es mir angetan – sie haben mich oft kurz vergessen lassen, dass ich im hohen Norden bin.

Auf der E 10 ging es dann von den Lofoten Richtung Nordkap. Natürlich haben wir viele Fotostops gemacht, alleine schon um die Natur zu spüren und zu genießen!  Ebenso haben wir den wirklich sehenswerten “Polarzoo” besucht. Dort sah ich den einzigen Elch (eigentlich eine Elchkuh), obwohl wir viele Kilometer durch “Elchgebiete” gefahren sind und ich immer gehofft hatte, dass doch plötzlich einer vor uns die Straße kreuzt. Das ist übrigens auch der Grund, warum fast überall auf den Landstraßen Tempo 80 (manchmal nur Tempo 60) gilt! Gemütliches Autofahren war also angesagt, zumal die Verkehrsstrafen ziemlich hoch sind!

Am 11. Juli kamen wir dann endlich am Ziel aller Ziele an – dem Nordkap.
An und für sich ist das Nordkap ein kahler Felsen – aber es ist eben der nördlichste Punkt Europas, den man mit dem Auto erreichen kann. Zu Mittag war es mit 15 Grad fast tropisch heiß und ich war viel zu warm angezogen! Auch waren verhältnismässig wenig Leute da – ganz im Gegenteil zu unserem zweiten Besuch ein paar Stunden später!!!

Alleine die Anfahrt um 23 Uhr Richtung Nordkap war ein Erlebnis – ich hatte noch nie um dieses Uhrzeit Sonnenbrillen auf!!!! Als wir ankamen hat uns fast der Schlag getroffen – 1000ende Menschen, die man aber dann doch nicht bemerkte, denn das Erlebnis Mitternachtssonne ist einfach MAGISCH!!!! Wir hatten dieses Mal endlich einmal WETTERGLÜCK und konnte ungetrübt miterleben wie hoch die Sonne um Mitternacht noch über dem Meer steht! Einfach unbeschreiblich. Zu diesem Zeitpunkt vertrugen wir allerdings dann doch zwei Jacken und eine Haube, der Wind machte es ziemlich frisch….

Oslo war für uns im ersten Moment ein Kulturschock – plötzlich so viele Menschen und Lärm. Deshalb waren wir im ersten Augenblick nicht wirklich begeistert von der Hauptstadt Norwegens. Doch am zweiten Tag entdeckten wir schöne Plätze und Gegenden. Vor allem das (noch in Bau befindliche) Hafengebiet mit der modernen Oper (erinnert sehr an Sydney), den vielen Lokalen und den tollen Wohnhäusern samt Badestrand hat es uns angetan. Dort herrschte Leben pur.

Am letzten Tag besuchten wir das wirklich sehenswerte “Kon-Tiki” Museum. Die Eintritte in Norwegen sind meist ziemlich teuer, aber die Museen bieten wirklich etwas…

Ich werde sicherlich nochmals nach Norwegen reisen – Bergen, Trondheim und der Süden sind mit Garantie eine Reise wert. Was ich aber ganz sicher einmal erleben möchte, das sind die Nordlichter. Dazu muss man allerdings im Winter hinreisen – und da ist es dann WIRKLICH kalt!







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